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Geschichte der Santons

Santons de Provence

Santons de Provence

Santons sind die in Südostfrankreich beliebten und berühmten Figuren der Weihnachtskrippen. Der Ursprung dieser Krippen geht ins Jahr 1223 zurück, als der Hl.Franziskus von Assisi die Geburt Christi zum ersten Mal bildlich darstellte.
Diese Krippe bestand nur aus dem Christkind, dem Esen, dem Ochsen und einigen Hirten der Umgebung.
Später im Mittelalter wurden die Krippen mit verschiedenen anderen Figuren ergänzt:
Die heilige Jungfrau, der heilige Josef, Engel, die Weisen aus dem Morgenland.
Erst am Ende des 18.Jahrhunderts erschienen neue Personen: die Frauen und Männer aus dem bäuerlichen Leben der Provence.

Mit Ausnahme der Heiligen Familie und den drei Königen, die in biblischen Gewändern dargestellt werden, tragen die anderen Santons die traditionellen Trachten aus Marseille oder der Provence des 19. Jahrhunderts.

In dieser Zeit traten die ersten „richtigen“
Santonniers auf: Lagnel, Simon, Boyer,die andere geschickte Zeitgenossen zu diesem frommen, feinen Kunsthandwerk ausbildeten.
Sie nahmen die Darsteller der lebend gestalteten Krippe, der
Pastorale, zum Vorbild ihrer Arbeit: den Scherenschleifer, den Bürgermeister (Maire), der Jesus gerade seine Begrüßungsrede vorträgt, einen Räuber (Brigand), einen Schwerenöter (Pistachié), den Dorftrottel (Ravi), der Jesus begeistert die Arme entgegenstreckt, und viele andere.
Schließlich schuf jeder Santonnier eigene Figuren, die das Handwerk und die Sitten und Gebräuche der Provence darstellten: der Hirte, der das Lamm schenkt, die alte Frau mit dem schwarzen Huhn, der Bäcker mit dem Brotkorb, die Fischfrau mit ihrer Ware, die Hofknechte mit allerlei Gerät, eine typische Gestalt aus Marseille, der Fischer mit dem Netz auf der Schulter, eine Frau mit Wiege (Hebamme), die Frau mit dem Wasserkrug. Alle machen sich auf den Weg zur Krippe und bringen dem Gotteskind kleine Geschenke.

Das Aufstellen einer Santons-Krippe ist heute zum Advent für viele ein Moment besonderer Freude. Sie holen die sorgsam verpackten Figuren aus ihrem 'Sommerlager' und stellen sie nach einem festen Plan oder nach der augenblicklichen Stimmung auf. Feste Regeln gibt es dabei nicht! Der Zug der Dorfbewohner zur Krippe wird mal vom Bürgermeister, mal vom Ziegenhirten angeführt. Jeder Sammler hat dabei seine Vorstellungen und Vorlieben...
Und es ist reizvoll, den Zug Jahr für Jahr zu ergänzen und zu vergrößern.


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